Sonntag, 23. Januar 2011

Das Dschungelcamp verliert erheblich an der Fähigkeit Ekel und Abscheu hervorzurufen, wenn man nur davon erzählt bekommt.

Tatsächlich wird da kräftig an der Würde des Menschen gesägt. Nicht jedoch an der der Kandidaten, die verdienen wahrlich kein Mitleid, sondern an der der vielen offensichtlich nicht mündigen Konsumenten.
Das Privatfernsehen führt die Zuschauer unter Quotendruck unter die moralische Gürtellinie, und diese bemerken es nicht einmal, weil sie es einfach nicht besser wissen. Sie werden verdummt, anstatt dass sie nur unterhalten oder geschweige denn erzogen werden sollten.
Dinge werden normalisiert, Handlungen begangen, die dereinst die Denker dieses Landes hätten Sturm laufen lassen. Was aber immer weniger wird, kann auch niсht Sturm laufen.

Da werden von einer Fettkugel und einer Besserwisserzicke perverse Ekelhaftigkeiten wie Kängurupeniswettessen und Kakerlakenzerkauen präsentiert, die nicht nur den Kandidaten Brechreiz bescheren, der ann natürlich auch schön gefilmt und live gesendet wird.
Und als Krönung wird es dann von Werbung für Diätjoghurts und Gutfriedfleischwurst unterbrochen.

Prost Mahlzeit!
Gorch Fuck


Die Anderen denken ja ganz anders, dafür sind sie ja die Anderen.